Göttsche Suffolk-Zucht Schleswig-Holstein

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Suffolk-Schaf

Das Suffolk-Schaf ist eine Hausschafrasse. Die Rasse ist seit Ende des 18. Jahrhunderts aus England bekannt. Auch in Nordamerika wurde diese Rasse eingeführt und etwas verändert weitergezüchtet (englisches Suffolk und amerikanisches Suffolk).

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Das Suffolk Schaf (Suffolkzucht, Suffolk Zuchtschafe, Suffolkschafe)

Das Suffolk ist vor allem als Kreuzungswidder berühmt. Mit welcher Mutterschafrasse er auch gekreuzt wird, so wird der Suffolk-Bock immer ein erstklassiges Lamm mit einem Körper voller magerem, gleichmäßig, durchwachsenen Fleisch ohne übermäßiges Fett und von ausgezeichnetem Geschmack zeugen.
Die Suffolk-Rasse ist heute in vielen Ländern der Welt verbreitet, denn diese widerstandsfähigen Schafe haben sich als gut geeignet für fast jede Art von Boden oder Klima erwiesen.
Der Erscheinung nach ist das Suffolkschaf ein besonders auffallendes Tier. Der Kopf, die Beine unterhalb des Knies und der Sprunggelenke sind frei von Wolle und mit feinem, pechschwarzem, glänzendem Haar bedeckt. Der Kopf ist Hornlos und das Gesicht lang mit einer feinen Schnauze.
Besonders beim Muttertier, was als Anzeichen dafür gilt, dass es ein gutes Zuchttier ist. Die Tiere sind flink, zeigen Ausdauer und gute Eigenschaften, das Fell ist fein und weich. Die Wolle ist mäßig kurz, weiß und dicht.


Merkmale des Suffolk

Mittelgroßes bis großes Fleischschaf, Kopf bis hinter die Ohren und Extremitäten unbewollt und tiefschwarz. Nasenrücken leicht gewölbt. Ohren lang, dünn und etwas hängend. Hornlos. weit nach vorn geschobene breite Brust. Weiße Crossbred-Wolle (30 - 34 m). Saisonaler Brunstzyklus mit langer Brunstsaison. Erstzulassung im 1. Lebensjahr bei mindestens 55 kg Lebendgewicht möglich. Sowohl für Hütehaltung als auch für die Koppelhaltung auf Grünlandstandorten mittlerer bis hoher Ertragsfähigkeit geeignet.


Bezeichnungen des Schafes

Das männliche Tier nennt man „Bock“ oder „Widder“, das weibliche wird als „Mutterschaf“, „Au“ oder „Aue“ bezeichnet. Jungschafe werden nicht nur als Lamm sondern auch als Jährling, Zutreter oder Zibbe bezeichnet. Schafe erreichen ein Alter von zehn bis zwölf, höchstens 20 Jahren. Das Schaf wird außerdem nach Alter und Geschlecht unterschieden in:

* Lamm: nicht älter als ein Jahr.
* Milchlamm: mindestens acht Wochen aber nicht älter als sechs Monate alt. Sehr helles Fleisch.
* Mastlamm: bis zu einem Jahr. Fleisch ist dunkelrosa und nur leicht mit Fett durchwachsen.
* Hammel: das männliche, kastrierte über ein Jahr alte Tier sowie weibliche Tiere, die noch nicht gelammt haben.
* Hammelfleisch ist kräftig im Geschmack, dunkelrot, fest und deutlich marmoriert.
* Schaf, weiblich: über ein Jahr alt. Mit „Schaf“ ist meistens das „Mutterschaf“ gemeint, das zur Zucht eingesetzt wird.
* Bock, männlich: nicht kastriert, älter als ein Jahr. Fleisch hat sehr strengen Geschmack, teilweise trotzdem beliebt.


Geschichte des Schafes als Haustier

Schafe (und auch Ziegen) gehören zu den ältesten Haustieren. Schafe sind robuste und genügsame Tiere: Das macht sie anpassungsfähig in Bezug auf klimatische Bedingungen und Nahrungsangebot. Dies erleichtert die Schafhaltung und trug zur weltweiten Verbreitung dieser Nutztiere bei.

Ein sehr gründlich beschriebenes frühes Nutzschaf ist das so genannte „Torfschaf“ der Schweizer Pfahlbausiedlungen, das in Verbindung steht zu verschiedenen neuzeitlichen Primitivrassen des alpenländischen Raumes wie dem Bündner-Oberländer-Schaf.

Sehr früh in der Geschichte der Schafzucht tauchen auch bereits Tiere vom Typ des Zackelschafes auf, die wegen ihrer gerade abstehenden und in sich gedrehten Hörner auffallen. Schon in bronzezeitlichen Beständen traten dann auch Vierhornschafe auf, deren herausragendes Merkmal die Bildung irregulärer zusätzlicher Hörner ist.

Die Schafzucht hat in vielen Kulturen, besonders im Mittelmeerbereich, die Alternative zur Landwirtschaft dargestellt.

Das Schaf hatte eine fundamentale Bedeutung in den alten Wirtschaftssystemen und diente lebendig als Lieferant von Milch (Schafmilch) für Milchprodukte wie Joghurt, Kefir und Schafkäse sowie Wolle, als Schlachttier als Fleischquelle. Sie liefern auch das Rohmaterial für zum Beispiel Leim, Kerzen und Seife (Talg), kosmetische Produkte; ihr Darm wird zum Bespannen von Tennisschlägern verwendet, und nicht zu vergessen: der Dünger.


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